Nationalparkschule Eifel

Erneut Nationalparkschule Eifel!

Unsere Schule, die Bischöfliche St. Angela Realschule Düren, wurde zum zweiten Mal als Nationalparkschule ausgezeichnet.
Die Feier, bei der insgesamt 47 Schulen für den Projektzeitraum 2017-2019 zertifiziert  wurden, fand am 22.11.2019 im Kulturkino Vogelsang in Schleiden statt.
Präsentationen aller Nationalpark-Schulen, Bühnenprogramm und eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit der Ministerin für Schule und Bildung NRW, Yvonne Gebauer, und dem Staatssekretär für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Dr. Heinrich Bottermann, bildeten das Rahmenprogramm für die feierliche Auszeichnung. Eine Gruppe engagierter Schülerinnen und Schüler nahm in Begleitung von Herrn Windel, Frau Röntgen-Kasper und Frau Wolf an dieser Veranstaltung teil.  Neben dem unterhaltsamen Bühnenprogramm hatten alle Besucher Gelegenheit, sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ über die Aktivitäten anderer Schulen zu informieren und Ideen zu sammeln.
Erstmalig zertifiziert wurde die St. Angela Realschule im Dezember 2017. Unter dem Motto „Natur erleben – schützen – bewahren“ werden seit Jahren Touren mit Rangern und Tagesprogramme in der Wildniswerkstatt Düttling unternommen sowie aktuelle Themen, insbesondere zur Artenvielfalt, aufgegriffen und im Unterricht behandelt.

Erlebnis Wildnis – Klasse 6Ra in Düttling

 Einen Tag lang durfte die Klasse 6Ra der Bischöflichen St. Angela-Realschule im Rahmen ihrer Orientierungstage im Mai 2019 in Begleitung eines Rangers den Nationalpark erkunden. Auf der 50 Hektar großen Waldfläche, die zur Wildniswerkstatt gehört, gingen die Schülerinnen auf Entdeckungsreise. Dabei haben sie viel gelernt über die Tiere und Pflanzen in der Eifel, über die Zusammenhänge innerhalb des Ökosystems Wald  und darüber, wie man sich in einem Nationalpark zum Schutz der Wildnis verhält. Natürlich durfte auch der Spaß nicht fehlen: Teamspiele und das Rösten von Stockbrot über der knisternden Flamme des Lagerfeuers in einer der Schutzhütten sorgten für viel Freude und ein tolles Naturerlebnis.

Die 6Rb erkundet den Borkenkäfer

Die Borkenkäfer fressen sich in die Rinde von Fichten. Sie nehmen dem Baum damit die nötigen Nährstoffe. Wenn es im Sommer heiß und trocken ist, kann die Fichte kein Harz produzieren und kann sich nicht gegen den Borkenkäfer wehren. Sie stirbt ab und fällt, wie wir an mehreren Stellen sahen, um.
Dass die Fichten absterben, ist natürlich eigentlich traurig, doch für den natürlichen Wald entsteht jetzt mehr Platz. Überall sahen wir neue kleine Buchen auf den Plätzen, die die Fichten frei gemacht hatten.
Dass Borkenkäfer im Baum sitzen, kann man daran erkennen, dass die Rinde kleine Löcher hat und unten am Stamm braune Sägespäne liegen.
Die Borkenkäfer graben zunächst eine Rammelkammer, in der die Weibchen befruchtet werden. Dann frisst das Weibchen einen Gang mit Nischen, in die die Eier abgelegt werden. Die kleinen Larven („Fußgänger genannt“) bauen dann weitere Fraßgänge, die wie ein Muster aussehen. Die Larven ernähren sich auch von weißen Pilzen, die wir gut erkennen konnten. An der abgeschälten Rinde konnten wir drei schwarze Larven gut erkennen.
Wie kann man Tannen und Fichten eigentlich unterscheiden? Wir erklären es:
„Tanne ist Top, Fichte ist Flop“ – Tannenzapfen stehen am Zweig „nach oben“, Fichtenzapfen hängen „nach unten“. So hat es uns der Ranger Thomas erklärt.
Aber Tannen haben mit den Borkenkäfern eigentlich gar nichts zu tun. Borkenkäfer schädigen nur Fichten. Und dass viele Stellen im Wald jetzt im Frühling schon so braun aussehen, können wir jetzt auch erklären.
Despina Heinen, Nina Spölgen, Jolien Otto (6Rb)

Die Welt mit anderen Sinnen wahrnehmen

Die 6Rb der Bischöflichen St. Angela-Schule beschäftigt sich mit Fledermäusen

Viele Schülerinnen der 6Rb sind alarmiert durch die Berichterstattung über Plastikmüll in den Meeren und das vielleicht dadurch ausgelöste Walsterben in Neuseeland und Indonesien. Im Unterricht  beschäftigten wir uns mit dem Sonarsystem der Wale und beschlossen, auch uns auch bei heimischen Tieren über diese besondere Orientierungsform zu informieren. So entstanden kleine, oft humorvolle Schüleraufsätze, in denen die Mädchen in die „Rolle“ einer Fledermaus schlüpften und das Echolot erklärten. Die drei von der Klasse besonders gut bewerteten Arbeiten werden unten dokumentiert.

Viele Mädchen haben noch nie Fledermäuse „live“ gesehen. Eine Internetrecherche zeigte, dass die Tiere akut bedroht sind. Die besondere Schutzbedürftigkeit der Fledermäuse und Vorschläge zu Schutzmaßnahmen wurden so zum Thema eines Lernplakats, das jede Schülerin erarbeitete. Nach einem „Museumsgang“ bewertete die Klasse diese Plakate. Die drei ihrer Meinung nach besten Plakate sind hier dokumentiert.

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Wie Fledermäuse sich orientieren

„Ich heiße Mathilde und bin eine Fledermaus. Jetzt erkläre ich dir, wie ich meine Beute fange. Ich gebe Schreie von mir, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Diese Töne nennt man Ultraschall. Wenn ich geschrien habe, dann höre ich auf mein Echo.

Wenn die Ultraschallwellen auf ein Insekt treffen, gibt das ein Echo das ich höre. Wenn das Insekt die Richtung wechselt, schreie ich nochmal, ändere meine Richtung und beiße schnell zu. Dann würde ich mal sagen: ‚Tschüss, denn jetzt esse ich!‘“

Leonie Prumbach, 6Rb

„Ich bin  eine Fledermaus mit dem Namen Bummel. Heute zeige ich euch, wie man Insekten fängt. Man fliegt in die Luft und stößt einen Ultraschallruf aus. Upps, da bin ich hingefallen, also nochmal.

Das Echolot hilft dir dabei, dich im Dunkeln zu orientieren. Unsere Schreie werden nämlich von Hindernissen und natürlich aus von Insekten als Echo zurückgegeben, so dass ich genau weiß, wo z.B. ein Baum oder auch ein Insekt ist. Ach da kommt gerade ein Insekt, schnell muss ich meinen Schrei ausstoßen. Puh, geschafft! Jetzt nur noch schnell die Flugrichtung ändern und, patsch, gefangen!“

Mila Kaufer, 6Rb

„Hallo, mein Name ist Lina, heute möchte ich euch meinen Weg zum Abendessen beschreiben. Ich fliege durch mein Gebiet und gebe ständig Ultraschalllaute von mir. Wenn mein Echo zurückkommt, weiß ich, dass z.B. eine Mücke westlich von mir ist. Ich fliege dann z:B. Richtung Westen. Natürlich bleibt die Mücke ja nicht nur an einer Stelle! Ich verfolge sie weiterhin mit meinen Schreien, dabei ändere ich immer meine Flugrichtung. Wenn dann z.B. die Mücke einen Meter von mir entfernt ist, fliege ich auf sie zu und schnappe sie mir. Dann zerkaue ich sie mit meinem Insektenfressergebiss.

Linda Bauer, 6Rb

Biber „Babette“ zu Besuch in der Bischöflichen St. Angela-Schule

Am Info – Tag für neue, interessierte Schülerinnen und Schüler gab es diesmal ein besonderes Highlight:

Biber „Babette“, eigentlich in der Biologischen Station des Kreises Düren in Nideggen – Brück zuhause, besuchte die St. Angela – Schule, um unsere Vorstellung als Nationalpark – Schule zu unterstützen.

Louis und Malik, zwei Schüler der Kl. 5Rc, erklärten sich spontan bereit, „Babette“ vorzustellen. Sie hatten sie schon in den vorangegangenen Unterrichtsstunden kennengelernt und einiges über Biber erfahren. Mit  sehr großem Engagement  stellten Sie den Biber als zweitgrößtes Nagetier der Welt, der nun auch wieder in der Eifel beheimatet ist, vor.

Sie zeigten und beschrieben die Besonderheiten des Gebisses mit den nachwachsenden, eisenhaltigen Schneidezähnen, mit denen ein Biber einen Baumstamm von 30- 40cm Durchmesser in einer Nacht fällen kann. Louis hatte selbst schon oft solche gefällten Bäume im Hürtgenwald entdeckt.

Vom besonders dichten, eingefetteten Fell des Tieres durften sich die Kinder selbst  überzeugen. Außerdem erfuhren die Besucher , dass es sich trotz des auffälligen Schwanzes, der Biber- Kelle, um ein Säugetier und nicht um einen Fisch handelt.  Die Kelle dient den Tieren als Ruder beim Schwimmen und als „Trommelstock“ zur Warnung vor Gefahr. Ihre Lebensweise, die Biberburgen, sowie ihre wichtige Funktion als Landschaftgestalter  wurde mit Hilfe von Bildern erläutert.

Beim abschließenden Biber- Quiz konnten sie nochmals ihr neues Wissen überprüfen. Unsere jüngeren und älteren Besucher waren beeindruckt von dieser Präsentation der beiden Schüler und von der Gelegenheit, einen Biber so unmittelbar  und anschaulich kennenzulernen. Daher geht nochmals ein großen Dank an unsere beiden „ Biber- Experten“ sowie an die Biologische Station und Fr. M. Hinz, die diese Aktion erst möglich gemacht haben !

Schnuppertour im Nationalpark Eifel

Ein Vogelnest bauen, einen Zaunkönig anlocken, scheintote Spinnen zum Leben erwecken, Rennraupen beobachten, „blutende“ Pflanzen begutachten, hellblaue „Glücksfedern“ eines Eichelhähers entdecken, Brennnesseln, die bei der richtigen Handhabung gar nicht mehr brennen und sogar sehr lecker schmecken, sich spielerisch wie Wildkatzen durch die Wildnis bewegen und steile Hänge erklimmen – alle diese Erfahrungen durften die Schülerinnen der Klasse 5Ra bei strahlendem Sonnenschein am 02.07.18 auf ihrer Schnuppertour im Nationalpark Eifel machen.

Vom Ausgangspunkt, dem „Nationalparktor“ im alten Bahnhof von Heimbach, ging es über verschlungene Pfade quer durch den Wald, teils steil nach oben Richtung Meuchelberg, von dem aus sich eine herrliche Aussicht auf das Staubecken von Heimbach und den Rursee bietet.

Zum Abschluss konnten die Schülerinnen die Ausstellung „Waldgeheimnisse“ erkunden, bei dem Besucher(innen) durch ein Buchenlabyrinth geführt werden.

Naturpädagogin Michaela Wüller war beeindruckt, dass gleich mehrere Schülerinnen an verschiedenen Plätzen Eichelhäherfedern mit der charakteristischen schwarz-blauen Bänderung gefunden hatten. Diese wunderschönen hellblauen Federn zu finden, ist nämlich ein echter Glücksfall.

Die St. Angela-Realschule ist Nationalparkschule

Am 11.12.17 wurde die St. Angela Realschule Düren im Rahmen einer Feier im Kurhaus Gemünd als „Nationalpark – Schule Eifel“ zertifiziert.

Die Schule hatte sich 2015 entschlossen, an der Kampagne „Schule Nationalpark Eifel“, die als Gemeinschaftsprojekt vom Nationalpark- Forstamt sowie dem Förderverein des Nationalparks Eifel getragen wird, teilzunehmen, da Natur- und Umweltthemen rund um den Nationalpark Eifel bereits seit vielen Jahren wichtige Bestandteile des Biologieunterrichts waren.

Zahlreiche Klassen der Jahrgangsstufen 5 – 8 beteiligen sich unter dem Motto „Natur erleben – schützen – bewahren“ begeistert mit verschiedensten Aspekten rund um den Nationalpark Eifel. Es werden Touren mit Rangern sowie Tagesprogramme in der Wildnis-Werkstatt Düttling durchgeführt.

Die Intention des Projekts ist eine stärkere Kooperation zwischen dem Nationalpark Eifel und den Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Hier geht’s zur Homepage des Nationalparks:

www.nationalpark-eifel.de

Foto Nationalparkschule Zertifizierung
Zertifikat Nationalpark Schule

„Natur erleben im Winter“ –

ein Projekt der Kl. 5Rc der St. Angela – Realschule

„ Was gibt es im Winter in der Natur zu entdecken?“
„Wie und wo überwintern Tiere? “
„ Welche Pflanzen und Früchte findet man auch in der kalten Jahreszeit noch?“

Um auf all diese Fragen Antworten zu finden, fuhr die Kl. 5Rc am 7.12.2017 in Begleitung ihrer Biologielehrerin , Fr. Röntgen – Kasper, ihrer Klassenlehrerin, Fr. Klesper und der Lehramtsstudentin, Fr. Laura Krumbach,  in die Wildnis – Werkstatt Düttling.
Nach herzlicher Begrüßung und kurzer Vorstellungsrunde starteten die beiden Ranger die geplanten Touren in den Nationalpark Eifel.

Da diese Touren nicht nur naturkundliches Wissen vermitteln, sondern auch in besonderem Maße die Neugier und das Interesse der Kinder wecken sollen, wurde mit einem Rate – Spiel begonnen, bei dem ein Tier, dass durch Verstecken und Wiederfinden seiner Vorräte gut auf die kalte, nahrungsarme Zeit vorbereitet ist, erkannt werden sollte.

Anschließend ging es in den Wald, wo  an aufgesammelten Fichtenzapfen Fraßspuren verschiedener Tiere z. B. von Mäusen u. Spechten zu sehen waren. Die Schülerinnen erkannten, dass Tiere auf ihre typische Art und Weise versuchen , an die nahrhaften Samen der Zapfen zu gelangen.
Außerdem lassen frische Fraßspuren auf die Anwesenheit dieser Tiere schließen.

Dass man neben Fraßspuren auch durch Trittspuren das Vorhandensein von Tieren feststellt, konnten die Schülerinnen anschaulich nachvollziehen: in der feuchten, aufgewühlten Erde waren die Trittsiegel der Wildschweine deutlich erkennbar.

Neben Fichtenzapfen waren Hagebutten und Eichengallen die nächsten pflanzlichen Untersuchungsprojekte. Sie stellten den säuerlichen Geschmack der Hagebutten, der Früchte der Wildrose , durch Ausprobieren selbst fest und erfuhren , dass dieser durch den hohen Vitamin C- Gehalt entsteht.
Beeindruckt waren die Schülerinnen von den eher unauffälligen , braunen Kugeln, die sie auf herabgefallenen Eichenblättern entdeckten. Die Ranger erklärten, dass diese Kugeln  Gallen genannt werden, und nicht nur pflanzliche Wucherungen sondern  kleine intakte Lebensräume sind. Durch Öffnen der Gallen konnte man kurz vor dem Schlüpfen stehende Gallwespen erkennen.

Weitere Spiele. z. B. Rabe und Eule , Jäger und Reh sorgten nicht nur für viel Spaß sondern auch für die nötige Bewegung bei den doch winterlichen Temperaturen .

Besondere Begeisterung fand  das anschließende, große Lagerfeuer, bei dem sich die Kinder nicht nur aufwärmen, sondern auch ihr Stockbrot backen konnten.
Mit der Erkenntnis, dass es auch im Winter in der Natur viel zu entdecken gibt, neuem Fachwissen,  selbstgeschnitzten Holzobjekten und zahlreichen Erinnerungsfotos wurde am frühen Nachmittag die Rückfahrt angetreten.

Der 2. Projekttag mit zahlreichen Stationen und Aktivitäten z. B. dem Herstellen von Futterzweigen fand am folgenden Tag in der Schule statt.

Das Wildtier Wolf in NRW?

Laut einem aktuellen Artikel des NABU („Der Wolf kehrt zurück – Wolfserwartungsland Nordrhein-Westfalen“) wurden bis Anfang April 2017 insgesamt 16 Wölfe in Nordrhein-Westfalen gesichtet. Es handelte sich bislang um Einzeltiere. Die Frage, ob der Wolf auf längere Sicht wieder in NRW sesshaft wird, beschäftigt nicht nur das Umweltministerium und Naturschutzverbände, sondern ist auch in den Medien derzeit präsent.

Aufbauend auf der Unterrichtseinheit „Vom Wolf zum Hund“ haben sich die Schülerinnen der Klassen 5Ra und 5Rc im vergangenen Schuljahr mit der Fragestellung auseinandergesetzt, was die Rückkehr des Wolfes in das Bundesland NRW und speziell eine mögliche Rückkehr in den vor den Toren Dürens beginnenden Nationalpark Eifel bedeuten würde.
Zunächst beschäftigten sich die Schülerinnen ausführlich mit dem Wildtier Wolf, seinen Merkmalen und Verhaltensweisen.
Mit Hilfe des Internets wurden Erfahrungsberichte aus Regionen in Deutschland, in denen es bereits wilde Wolfsrudel gibt, zusammengetragen. Auch die Frage, wie man sich verhalten würde, wenn man im Wald einem solchen Wildtier begegnet, wurde thematisiert und stieß bei den Schülerinnen auf großes Interesse.
Das Ziel des Unterrichtsprojektes war, dass sich die Schülerinnen auf der Grundlage der Informationen rund um den Wolf eine eigene Meinung bilden, ob sie die Rückkehr des Wolfes in die Wälder NRWs befürworten oder nicht.

Biber- Burgenbauer mit Biss

– eine Exkursion in den Nationalpark Eifel –

Im Rahmen der Unterrichtsreihe:
„Heimische Säugetiere des Nationalparks“ unternahm die Kl .6 Rc, am 3.04.2017, eine Exkursion zu den Bibern an der Rur.

Die Exkursion startete am Bahnhof in Nideggen – Brück unter Leitung von Fr. M. Hinz, einer Mitarbeiterin der dortigen Biologischen Station.
Fr. Hinz erzählte, dass vor ca. 30 Jahren Biber wieder in der Nordeifel angesiedelt wurden, nachdem im Rheinland der letzte Biber im Jahre 1877 starb.
Sie stellte diese Nager als „Burgenbauer mit Biss“ vor.

Von dieser enormen Beißkraft konnten die Schülerinnen bereits nach kurzer Wegstrecke  deutliche Spuren erkennen: durchnagte Baumstämme.

Biber fällen Bäume, um als reine Pflanzenfresser an Zweige und Blätter zu gelangen und um das Holz zum Bau von Biberburgen und Dämmen zu nutzen.

Durch ihre Dämme schaffen Biber neue Lebensräume vor allem für Amphibien und Insekten. Hierdurch wir Artenvielfalt erhalten bzw. ermöglicht.

Die Schülerinnen bestaunten das Gebiss dieser Tiere:
ihre langen, nachwachsenden Schneidezähne mit dem zweischichtigen, eisenhaltigen, sich dadurch selbst schärfendem Zahnaufbau.

Anschließend demonstrierte Fr. Hinz das auffälligste Merkmal der Biber:

die Kelle: der bis zu 35cm lange, breit abgeflachte und beschuppte Schwanz.

Aufgrund dieses Merkmals wurde der Biber zu früheren Zeiten oft als Fisch betrachtet und in Fastenzeiten bejagt.

Biber besitzen eines der dichtesten Felle im Tierreich mit bis zu 23000 Haaren pro cm².

Gekämmt mit der Putzkralle eines Hinterfußes und mit dem Sekret der Öldrüse eingefettet, bietet es selbst im kalten Wasser perfekten Wärmeschutz.

In der Ausstellung hatten die Schülerinnen anschließend Gelegenheit, die Biberdame „Babette“ persönlich kennenzulernen.

Mit ca. 25kg Gewicht und einer Länge von ca.1,30m ist der Biber das zweitgrößte Nagetier der Welt.

Außerdem stehen Biber unter strengem Naturschutz!

Nach einer verdienten Erholungspause und dem abschließenden Quiz, machten sich die neuen „Biber- Expertinnen“, begleitet von ihrer Biologielehrerin Fr. Röntgen – Kasper und ihrem Klassenlehrer Hr. Hochgürtel, auf den Heimweg.