Schule für Mädchen und jetzt auch Jungen

gemeinsam leben – getrennt lernen

Mädchen- und Jungenklassen am Gymnasium und an der Realschule
[parallele Monoedukation]

Die guten Erfahrungen mit Erziehung und Unterricht ausschließlich für Mädchen in der langen Tradition der Ursulinen ermutigen uns zur Entwicklung eines eigenen Angebotes für Jungen an unserer Schule.
Die Überlegungen für die konkrete Umsetzung der Jungenklassen werden uns umgekehrt auch neu über Akzentsetzungen in den Mädchenklassen nachdenken lassen.

  • Selbstverständlich bleibt das Angebot der bewährten reinen Mädchenklassen erhalten. Und selbstverständlich werden alle Schülerinnen, die bisher unsere Mädchenschule besuchen, bis zu ihren Schulabschlüssen (auch in der Oberstufe) in Mädchenklassen oder entsprechenden Jahrgangsstufen unterrichtet.
  • Es gibt ab dem Schuljahr 2018/19 zusätzlich für die neuen 5. Klassen die Möglichkeit jeweils einer Jungenklasse im Gymnasium und an der Realschule für die Dauer der ganzen Sekundarstufe I.

In einer Mädchenklasse können wir besser auf die Bedürfnisse der Mädchen eingehen:

  • Für die kommunikativen Stärken der Mädchen im Unterricht Raum lassen und diese Kompetenzen zielführend einsetzen.
  • Ein intuitiv geführter, affektiver Unterrichtsstil kommt den Mädchen entgegen. Wir ermöglichen Freiräume für Arbeiten in Gruppen, für Rollenspiele und kreative Problemerarbeitung.
  • Gestaltungsideen in Kunst und Musik freier und experimenteller nutzen.
  • Verstärkter Unterricht in den Naturwissenschaften und Mathematik soll das Selbstbewusstsein und die Motivation der Mädchen stärken und abstraktes Denken schulen.
  • Der Lesekompetenz der Mädchen wird Rechnung getragen durch intensive und kreative Auseinandersetzung mit Erzählungen und mit literarischen Figuren.
  • Mädchentypische Sportarten trainieren – jungentypische Sportarten ausprobieren

Wir freuen uns auf ein lebendiges, frohes Miteinander mit neuen Akzenten und Möglichkeiten.

In einer Jungenklasse können wir besser auf die Bedürfnisse der Jungen eingehen:

  • Dem Bewegungsdrang vieler Jungen, der Bedeutung körperlicher Präsenz und dem Wunsch sich messen zu können im Unterricht Rechnung tragen.
  • Eine handlungsorientierte und strukturierte Vorgehensweise im Unterricht kommt den Jungen entgegen. Sie benötigen Orientierung und Regeln. Sie lernen Verantwortung für Kooperation und Gemeinschaft zu übernehmen.
  • Individuelles Lernen in den Sprachen sowie in den musischen Fächern.
  • Das Interesse der Jungen an Themen der Natur- und Gesellschaftswissenschaften und ihre Freude am Ausprobieren und Entdecken nutzen und weiterentwickeln.
  • Durch geeignete jungenspezifische Themen und eine entsprechende Wahl der Lektüren (z.B. Abenteuergeschichten) können die Schüler in ihrer Lesekompetenz gefördert werden.
  • Jungentypische Sportarten trainieren – mädchentypische Sportarten ausprobieren.

Mädchen und Jungen tragen gemeinsam die Verantwortung in der Schule und für die Schule.