Soziales Lernen

Streitschlichtung an der St. Angela Schule
Gerade einer Mädchenschule werden Zickenkrieg, Mobbing und Stress unter den Mädchen vorgehalten. Dass Auseinandersetzungen generell anders lösbar sind, zeigen die Streitschlichterinnen der St. Angela Schule.
Streitschlichterinnen vor allem der 8. und 9. Klassen sind Ansprechpartner für die jüngeren Schülerinnen unserer Schule. Hier unterstützen die Streitschlichterinnen die jeweiligen Schülerinnen bei ihrer gemeinsamen Konfliktlösung, sodass jedes Mädchen mit einem guten Gefühl und einer guten Lösung für sich und die Mitschülerin den Streitschlichtungsraum verlassen kann.
Jedes Schuljahr werden an der St. Angela-Schule Schülerinnen der 8.Klassen des Gymnasiums und der Realschule für die Ausübung der Streitschlichtung ausgebildet.
Nach einem halben Jahr Ausbildung nach dem Bensberger Modell führen die Schülerinnen ihren aktiven Dienst in Teamarbeit aus. In der Ausbildung lernen sie, welche verbalen und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten es gibt, wie Streit und Konflikte durch das Verwenden von Ich-Botschaften verringert werden kann und die einzelnen Schritte der Streitschlichtung.
Da Streitschlichtung auf Teamarbeit, Vertrauen und Respekt beruht, fahren die verschiedenen Ausbildungslehrer des Gymnasiums und der Realschule zu Beginn der Ausbildung mit der Gruppe für zwei Tage weg. Hier haben die Schülerinnen die Möglichkeit, sich aus beiden Schulformen und unterschiedlichen Klassen des Jahrgangs kennen zu lernen und aktiv in Teamübungen (z.B. klettern) zu unterstützen und zu kooperieren.
Die theoretische Ausbildung endet mit einer Prüfung, die die Schülerinnen dann zu einem nach Möglichkeit mindestens einjährigen Dienst an der St. Angela Schule befähigt.

GIPS
In den 6. Klassen führt die Schule das Kooperationsprojekt GIPS (Gehandicapten Informations-Projekt Schule) durch.
Ziel von GIPS ist es, dass die Kinder altersgerecht lernen, sich in die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung einzufühlen und dies mit Betroffenen zu reflektieren.
Ein erstes Treffen wird genutzt, damit die Schülerinnen auf spielerische Art und Weise die verschiedenen Hilfsmittel kennen lernen, mit denen gehandicapte Menschen ihren Alltag bewältigen (vom Blindenstock über den Rollstuhl bis zur Gebärdensprache). Das zweite Treffen dient der Beantwortung der bei den Kindern wachgerufenen Fragen und dem vertiefenden Gespräch. Die erfahrungs- und beziehungsorientierte Arbeit im GIPS-Projekt garantiert eine große Nachhaltigkeit der gemachten Lernerfahrungen.

genial sozial
Im 7. Schuljahr macht der gesamte Jahrgang des Gymnasiums drei Projekttage „genial sozial“. Dabei wählen die Schülerinnen ein Projekt, in dem sie eine der vielfältigen Möglichkeiten des sozialen Engagements kennen lernen.
Ziel von genial sozial ist es, durch Begegnung mit bisher fremden Lebenswelten und mit sozialen Einrichtungen in Düren die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen zu fördern.
Sie begegnen hierbei Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich für andere einsetzen. Die Auswahl der Projekte variiert und greift sowohl die jeweiligen Wünsche der Jugendlichen wie auch neuere gesellschaftliche Entwicklungen auf. Projektthemen sind u.a.:
-> Flüchtlingsbegleitung (Malteser)
-> Blindenseelsorge
-> Eine-Welt-Arbeit (evangelische Gemeinde)
-> Obdachloseneinrichtungen (In Via)
-> Zivilcourage (Polizei und basta e.V.)
-> Erste-Hilfe-Kurs (DRK)
-> Wohngruppen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Mittelpunkt GbR)
-> StreitschlichtungGruppen leiten
-> Seniorenbegleitung (Seniorenhaus St. Gertrud)
-> Babysitterführerschein (KiTas)
Neben dem von den Referent/-innen vermittelten Hintergrundwissen stehen der Besuch von Einrichtungen und die Kontaktaufnahme mit den Zielgruppen im Vordergrund. Eine Präsentation am letzten Tag sorgt dafür, dass die gemachten Erfahrungen verarbeitet werden und alle etwas von allen erfahren.
Im folgenden 8. Schuljahr können in verschiedenen AGs einige der Projektideen vertieft werden. Diese AGs leben wiederum von der Kooperation zwischen Schule und sozialen Einrichtungen in Düren.