Schulsozialarbeit

Ich werde immer mal wieder gefragt: „Warum gibt es denn Schulsozialarbeit an der Angela-Schule?“ Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: „Warum nicht?“

10 gute Gründe für Schulsozialarbeit

  1. Soziale Arbeit wird von einer wertschätzenden, lösungs- und ressourcenorientierten Haltung geleitet.
  2. Schule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag; beides steht gleichwertig nebeneinander.
  3. Die Hauptaufgabe von sozialer Arbeit ist nicht „Feuerwehr“, sondern vor allem die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen und Angeboten, damit Aufwachsen gut gelingt (Prävention).
  4. Wenn bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Schwierigkeiten auftreten, sind Schülerinnen, Eltern und Lehrer/innen oft mit komplexen Situationen konfrontiert. Dann ist es gut, direkt, unkompliziert und vor Ort fachkundige pädagogische Hilfe in Anspruch nehmen zu können.
  5. Gesellschaftliche Veränderungen erfordern eine höhere Begleitung bei der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung, denn Lebensläufe sind sehr individuell und brauchen gute Beratung.
  6. Alle Menschen haben Unterstützungsbedarf und können von Krisen betroffen sein insbesondere während der Pubertät.
  7. Die Schülerinnen sollen möglichst hohe Bildungsabschlüsse unabhängig von sozialen, familiären, kulturellen etc. Hintergründen erreichen können.
  8. Die Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichen Berufen unter Anerkennung der jeweiligen Fachkompetenzen (Multiprofessionalität) ermöglicht einen differenzierten Blick auf die Fragen, die sich im Schulalltag stellen.
  9. Schulen öffnen sich nach außen und gehen vielfältige Kooperationen mit außerschulischen Partner/innen ein.
  10. Schulsozialarbeit gibt keine Noten, ist zeitlich sehr flexibel (da sie keinen Stundenplan hat) und unterliegt der Schweigepflicht.

Die St. Angela-Schule hat daher vor 10 Jahren die Stelle einer ‚Pädagogischen Mitarbeiterin‘ eingerichtet und ich freue mich sehr, dass mir diese Aufgabe anvertraut wurde. Das nachfolgende Schema zeigt, was sich in dieser Zeit entwickelt hat.

Zu meiner Person:
Nach dem Besuch der Realschule und dem Abitur in Rees am Niederrhein, habe ich in Krefeld eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester abgeschlossen. Dort hat mich insbesondere das Thema ‚Kinderschutz‘ motiviert, Diplom-Sozialpädagogik in Aachen zu studieren und berufsbegleitende Weiterbildungen als systemische Familienberaterin und Supervisorin zu absolvieren. Ich lebe seit gut 20 Jahren sehr gerne in Düren und habe zwei erwachsene Kinder.

Schulsozialarbeit Diagramm

Mechtild Bölting