Hausaufgabenkonzept

Hausaufgaben dienen in erster Linie dazu, im Unterricht erarbeitete Fachinhalte und Kompetenzen einzuüben, anzuwenden und zu vertiefen. Zudem wird den Schülerinnen bei der Beschäftigung mit der Hausaufgabe bewusst, inwieweit sie die geforderten fachlichen Zusammenhänge verstanden haben.

Hausaufgaben können auch zur Vorbereitung auf eine nachfolgende Unterrichtsstunde eingesetzt werden.

Gelegentlich kann daher auch eine neue Aufgabe Gegenstand der Hausaufgabe sein. Die Auseinandersetzung mit einer neuen Aufgabe soll dazu beitragen, das eigenständige Lernen und Arbeiten zu fördern.

Hausaufgaben weisen grundsätzlich einen Bezug zum Fachunterricht auf.  Sie berücksichtigen den Entwicklungsstand und die individuelle Leistungsfähigkeit der Schülerinnen. Hausaufgaben werden regelmäßig kontrolliert und im Hinblick auf die weitere Gestaltung des Unterrichts ausgewertet.

Hausaufgaben leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Lernerfolges. Von den Schülerinnen wird daher erwartet, dass sie ihre Hausaufgaben regelmäßig und nach Möglichkeit vollständig erledigen. Deshalb wird die Präsentation der Hausaufgaben zur Beurteilung des Lern- und Arbeitsverhaltens sowie der Note im Bereich „Sonstige Mitarbeit“ herangezogen.

Die Hausaufgaben werden von der Fachlehrerin/dem Fachlehrer vor dem Ende der Unterrichtsstunde klar formuliert, gegebenenfalls kurz erläutert und notiert. Um zu gewährleisten, dass die Hausaufgaben sorgfältig und vollständig erledigt werden, empfehlen wir den Schülerinnen dringend den Eintrag der Hausaufgaben in den Lernplaner.

Hausaufgaben werden ebenfalls ins Klassenbuch eingetragen. Schülerinnen, die erkrankt waren, können anhand der Eintragungen kontrollieren, ob sie über alle anstehenden Hausaufgaben informiert wurden.

Die Hausaufgaben werden so bemessen, dass sie von den Schülerinnen in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen erledigt werden können.

In den Klassen 5 bis 7 sollte der zeitliche Aufwand für die Hausaufgaben nicht mehr als 60 Minuten pro Tag betragen, in den Klassen 8 bis 10 sollen 75 Minuten pro Tag nicht überschritten werden.

Hausaufgaben können auch einen längeren Zeitraum (z.B. eine Woche) umfassen und dementsprechend umfangreicher sein. In diesem Fall sollten die Schülerinnen die Arbeit sinnvoll auf mehrere Tage verteilen.

An Tagen mit Nachmittagsunterricht werden keine Hausaufgaben für den nächsten Tag erteilt. An einem Tag, der einem Feiertag oder Ferientag vorangeht, werden keine Hausaufgaben für den Tag erteilt, der auf den Feiertag oder Ferientag folgt.

Von Freitag auf Montag können Hausaufgaben erteilt werden.

Hat eine Schülerin ihre Hausaufgaben mehrfach nicht oder nur unvollständig erledigt, werden die Erziehungsberechtigten informiert.

Die Schülerin hat die Gelegenheit, zumindest einen Teil der versäumten Aufgaben in der Schule unter Aufsicht nachzuarbeiten. Ort und Zeit dieser Nacharbeit legt der jeweilige Fachlehrer mit der Schülerin individuell fest.

Insbesondere Schülerinnen der Erprobungsstufe fällt es anfangs noch schwer, einen Überblick über die anstehenden Hausaufgaben zu behalten und die Arbeit an ihren Hausaufgaben zeitlich zu organisieren. Deswegen üben die Schülerinnen im Rahmen des ALMA-Unterrichts Strategien zum Organisieren und Durchführen ihrer Hausaufgaben ein.

Eine zusätzliche Möglichkeit der Einübung bietet das Coaching durch ältere Schülerinnen, bei dem wichtige Strategien zur erfolgreichen Bewältigung der Hausaufgaben eingeübt oder gefestigt werden.

Die Schülerinnen können ihre Hausaufgaben am Nachmittag unter Aufsicht in der St. Angela-Schule erledigen. Dieses Angebot der Hausaufgabenbetreuung besteht von Montag bis einschließlich Donnerstag.

Die Betreuer/innen der Hausaufgabengruppen informieren die Koordinator(inn)en für die Hausaufgabenbetreuung, falls sich bei einzelnen Schülerinnen Probleme ergeben. Die Koordinator(inn)en nehmen ihrerseits Kontakt zu den Fachlehrer/innen der betreffenden Schülerinnen auf, um Lösungen für die bestehenden Probleme zu finden.

Die Erziehungsberechtigten unserer Schülerinnen werden im Rahmen der Klassenpflegschaftssitzungen auf die Bedeutung von Hausaufgaben für die Sicherung des schulischen Lernerfolges hingewiesen.

Es ist Aufgabe der Erziehungsberechtigten, dafür zu sorgen,

  • dass den Schülerinnen genügend Zeit für die Erledigung ihrer Hausaufgaben eingeräumt wird,
  • dass den Schülerinnen ein Arbeitsplatz zur Verfügung steht, an dem sie ungestört und konzentriert an ihren Hausaufgaben arbeiten können,
  • dass es zu Hause einen festen Ort gibt, an dem Bücher, Hefte und andere Materialien aufbewahrt werden können.

Mit Hilfe von Eintragungen im Hausaufgabenheft können die Erziehungsberechtigten überprüfen, inwieweit ihre Tochter die anstehenden Hausaufgaben erledigt hat. Insbesondere für jüngere Schülerinnen kann die Kontrolle der Hausaufgaben durch die Eltern eine wertvolle Hilfestellung sein.

Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, umgehend Kontakt mit der Schule aufzunehmen, sobald sich Probleme im Zusammenhang mit den Hausaufgaben abzeichnen. Ansprechpartner sind zunächst die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer oder die betreffende Fachlehrerin / der betreffende Fachlehrer.

Für beide Schulformen wurde an der St. Angela-Schule ein Hausaufgaben- und Betreuungskonzept für die Klassen 5 – 8 entwickelt.

Folgende Angebote stehen zur Auswahl:

Schiene I:
13.00 – 15.00 Uhr:
Pause und reine Hausaufgabenbetreuung

Schiene II:
13.00 – 15.30 Uhr:
Pause und Angebot und anschließend Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgabenbetreuung befasst sich mit den zu erledigenden Hausaufgaben, ist jedoch nicht als Nachhilfeunterricht zu verstehen, wenngleich die Betreuerinnen bei besonderen Fragestellungen gerne Hilfe leisten.