Übergang von der Grundschule

Der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule bedeutet für die meisten Schülerinnen einen Schritt in eine unüberschaubare, weniger familiäre und behütete Umgebung. Um diesen Schritt zu erleichtern, ist die Schaffung einer kindgerechten Lernumgebung eine wichtige Aufgabe.

Folglich werden die Schülerinnen in mehreren Schritten in die Erprobungsstufe eingeführt und auf dem Hintergrund des Selbstverständnisses einer christlichen Schule mit zahlreichen Angeboten an die Hand genommen und auf ihrem neuen Weg unterstützt:

Kennenlernnachmittag
Vor dem ersten Tag an der neuen Schule haben die Schülerinnen bereits am Ende der Grundschulzeit, wenige Tage vor Beginn der Sommerferien, die Gelegenheit, die neue Schule, neue Mitschülerinnen und vor allem die neue Klassenlehrerin oder den neuen Klassenlehrer während des Kennenlernnachmittags in Augenschein zu nehmen. Eine kleine Rallye durch das Schulgebäude, ein erstes Zusammentreffen mit den Patinnen und der neuen Klassenleitung sollen die Kinder mit der neuen Umgebung vertraut machen. Hilfestellung leistet dabei auch die Begrüßungsmappe „St. Angela – meine neue Schule“, die zu Hause einem genaueren „Studium“ unterzogen werden kann. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Schülerinnen bereits mit Vorwissen in das neue Schuljahr starten und Ängste und Hemmungen dadurch teilweise abgebaut werden können.
Einschulungsgottesdienst
Der erste Schultag beginnt mit einem gemeinsamen Einschulungsgottesdienst aller 5ten Klassen der Realschule und des Gymnasiums. Auch hier wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, indem sich im Laufe des Gottesdienstes alle Schülerinnen innerhalb der jeweiligen Klassen zusammenfinden und auf Plakaten mit dem Schiff- Symbol der Schule unterschreiben. Mit dieser Unterschrift dokumentieren sie nicht nur ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klassen-, sondern auch zur Schulgemeinschaft.
Dreitägige Klassenleiterstunden
Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sind die wichtigsten Ansprechpartner der Schülerinnen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass gerade die neuen Schülerinnen noch mehr an die Hand genommen werden müssen, um ihnen den Übergang an die neue Schule zu erleichtern. Insofern verbringen die Fünftklässlerinnen die ersten drei Tage des 5. Schuljahres mit der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Gleichzeitig werden sie schrittweise in den zukünftigen Schulalltag eingeführt, indem sie die neue Schulumgebung und ihre Infrastruktur auf vielfältige Weise erkunden. Sie richten gemeinsam den Klassenraum ein, stellen Regeln für das Zusammenleben in der Klassengemeinschaft und ein faires Miteinander auf und vergeben Aufgaben und Klassenämter. Um der Bedeutung der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Rechnung zu tragen, unterrichten sie möglichst viele Fächer und Stunden in ihrer Klasse. Während dieser dreitägigen Klassenleiterstunden bekommen auch die Patinnen die Gelegenheit, in Form von Kennenlernspielen den Kontakt zu den Fünftklässlerinnen neu aufzunehmen und zu vertiefen, schließlich sollen ihnen die Patinnen zukünftig bei Fragen und Problemen hilfreich zur Seite stehen und wichtige Ansprechpartnerinnen für die jüngeren Schülerinnen sein.
Schulzeitbuch
Die Schülerinnen der fünften Klassen erhalten zu Beginn des Schuljahres das Schulzeitbuch ausgehändigt, das sie während ihres Aufenthalts an der St. Angela-Schule begleiten soll. Bei diesem Schulzeitbuch handelt es sich um einen Ordner mit diversen Registern, der als Portfolio wichtige Dokumente des Schullebens wie z.B. Zeugnisse, Urkunden, Zertifikate für besondere Leistungen und Qualifikationen beinhaltet. Zum einen schafft das Schulzeitbuch wegen seines besonderen Layouts Identifikation mit der Schule, zum anderen wird mit ihm die Motivation für zusätzliches Engagement gefördert, das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und die Anerkennung für besondere Leistungen dokumentiert.
Patinnen
Grillabend des Fördervereins
Zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und auch, um den Eltern eine Plattform für das gegenseitige Kennenlernen zu bieten, hat sich der Grillabend für alle neuen 5. Klassen beider Schulformen etabliert. Er wird vom Förderverein der Schule organisiert. So können in lockerer Atmosphäre Schülerinnen, Eltern und Lehrer Kontakt miteinander aufnehmen und sich gegenseitig kennenlernen, bevor kurz darauf die erste Klassenpflegschaftssitzung stattfindet. Gleichzeitig hat der Förderverein die Gelegenheit, sich einem größeren Publikum vorzustellen und neue Mitglieder zu werben.
Hausaufgabenbetreuung
Eine wichtige Hilfestellung ist schließlich die Hausaufgabenbetreuung, die von vielen Schülerinnen der Erprobungsstufe in Anspruch genommen wird. Hier haben sie die Möglichkeit, unter qualifizierter Aufsicht ihr Hausaufgabenpensum zu erledigen und nach Bedarf Hilfestellungen zu bekommen.

Wo es möglich und sinnvoll ist, wird an die vertrauten Gepflogenheiten und Methoden der Grundschule angeknüpft werden, um den Mädchen den Übergang zu erleichtern. Unsere Schule ist seit vielen Jahren Mitglied des Arbeitskreises „Grundschule – Weiterführende Schule“, in dem Schulen aus dem Dürener Raum an den Schnittstellen, die uns mit der Grundschule verbinden, arbeiten.

Auf dem Lehrer/innensprechtag, der vom Regionalen Bildungsbüro organisiert wird, treffen sich im November eines jeden Jahres die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der weiterführenden Schulen an einem zentralen Ort mit den „ehemaligen“ Grundschullehrkräften unserer Schülerinnen, um sich in intensiven Zweiergesprächen über die Entwicklung der Kinder auszutauschen.