Methodentraining / ALMA

Zu Beginn der 1990er Jahre wählte die St. Angela-Schule das Freiarbeitskonzept nach Maria Montessori als Schwerpunkt des Schulprogramms. Ziel war es damals das selbstständige Arbeiten der Schülerinnen einzuüben und zu verbessern. Da die Schülerinnen aber zunehmend weniger vertraut waren mit grundsätzlichen Lernstrategien und Arbeitstechniken, wurde die Freiarbeit um methodische Schwerpunkte mit dafür eigens erstellten Materialien ergänzt.

Seit 2003 wird das Methodentraining mit zwei Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 als ein wichtiger Schwerpunkt des Schulprofils verbindlich an der Realschule durchgeführt.
Im Jahr 2008/09 erweiterten wir das Methodenkonzept für die 7. bis 10. Jahrgangsstufe.
Unser Ziel ist es, Schülerinnen in den 6 Schuljahren an der Realschule sukzessive das Rüstzeug für eine erfolgreiche selbstständige Arbeit im Unterricht und zu Hause sowie bei Klassenarbeiten zu vermitteln. Am Ende der Klasse 10 sollen sie über ein Repertoire verschiedenster Arbeitstechniken und -methoden verfügen, das ihnen einen erfolgreichen Übergang zur Berufsausbildung oder zu weiterführenden Schulen ermöglicht.

-> Umgang mit dem Hausaufgabenheft
-> Gestaltung des häuslichen Arbeitsplatzes
-> Packen der Schultasche
-> Organisation und Durchführung der Hausaufgaben
-> Heftführung („Heft-TÜV“)
-> Vorbereitung der Klassenarbeiten
-> Portionieren des Lernstoffs
-> Erstellung von Zeit- und Arbeitsplänen
-> Verhalten während der Klassenarbeit
-> Entspannungsübungen
-> Lerntypentest
-> Welcher Lerntyp bin ich?
-> Wie arbeitet unser Gedächtnis?
-> Lernstrategien und Lerntipps für jeden Lerntyp
-> Konzentrationstraining

Neben diesen Basiskompetenzen erarbeiten die Klassen nach Bedarf weitere Arbeitstechniken, Klassenregeln und Sozialkompetenzen, die zum Teil auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen, oft aber doch der expliziten Erklärung und Einübung bedürfen, weil viele Schüler sie nicht kennen oder nicht anwenden. Wiederholungssequenzen sind deshalb immer wieder nötig. Um dieses Anliegen permanent präsent zu halten und einzuüben, ist es erforderlich, dass das „Fach“ ALMA mit 2 Wochenstunden über das ganze Schuljahr hinweg stattfindet und nicht etwa nur an isolierten Methodentagen,
Ein meist vierstündiger Methodentag pro Halbjahr bietet allerdings die Chance, komplexere Themen wie etwa „Vorbereitung einer Klassenarbeit“ ohne Zeitdruck und methodisch vielfältiger zu bearbeiten.

Die Schülerinnen sammeln ihre Materialien in einer Methodenmappe und strukturieren diese durch ein gemeinsam erarbeitetes Inhaltsverzeichnis. Der Rückgriff und das Nachschlagen der besprochenen Techniken sind so jahrgangsübergreifend jederzeit möglich. Diese Methodenmappe wird den Eltern am Ende des Halbjahres oder bei Bedarf auch am Sprechtag zur Einsichtnahme vorgelegt

Das Methodenkonzept hat zum Ziel, die erarbeiteten Techniken in möglichst allen Fächern einfließen zu lassen. Fachlehrer setzen die erarbeiteten Methoden entsprechend den Hauscurricula und fächerübergreifend ein. Die Schülerinnen erfahren so die Wichtigkeit ihrer Kompetenzen im Fachunterricht, können sie einüben und verankern.

Daher ist eine Benotung des Bereichs „ALMA“ nach konventionellem Notensystem für uns nicht sinnvoll. Dennoch halten wir eine auch formale Rückmeldung an die Schülerin und ihre Eltern für notwendig. Am Ende jedes Schuljahres wird jeder Schülerin mit dem Versetzungszeugnis als Anlage ein Zertifikat ausgestellt, das einen Überblick über die erarbeiteten Kompetenzen und Kenntnisse gibt. Dieses Zertifikat wird wie das Zeugnis von den Eltern unterschrieben. In Förderempfehlungen soll explizit auf die Methoden und Arbeitstechniken Bezug genommen werden.  Einige Schülerinnen erhalten über die zweistündigen ALMA – Wochenstunden hinaus während  eines kurzen Zeitraums  weitere individuelle methodische Unterstützung im „know-how-Projekt“ des Nachmittagsbereichs.

Techniken der Informationsgewinnung  und -Verarbeitung

-> Wiederholungszyklus
-> 5-Gang-Lesetechnik
-> Umgang mit Sachtexten
-> Markieren und Strukturieren von Texten
-> Mind-mapping
-> Lernplakate
-> Kooperative Lernformen
-> Regeln für die Kommunikation
-> Arbeit mit Nachschlagewerken / mit dem PC
-> Arbeit mit einer Lektüre oder Einsatz der Lesekompetenztests

Das in den Klassen 5 und 6 erlernte Methodenwissen soll in den nachfolgenden Jahrgängen fortgeführt und dabei den neuen Lerninhalten und Anforderungen  angepasst werden. Aus diesem Grunde werden die in der Erprobungsstufe erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten nun mit neuem Material vertieft und erweitert, wobei auch hier wieder die Unterstützung der Schülerinnen beim Lernen durch adäquate Lernformen und Arbeitstechniken im Fokus steht.

Übersicht über die Inhalte des Methodentrainings in den Jahrgangsstufen 7-10

Klasse 7.1   Wiederholungszyklus (Inhalte Kl.5+6)
Klasse 7.2   Visualisierungstechniken
Klasse 8.1   Notizen bei visueller u. mündlicher Vorgabe
Klasse 8.2   Präsentation I (Vorbereitung von Präsentationen)
Klasse 9.1   Präsentation II (Durchführung u. Reflexion von Vorträgen)
Klasse 9.2   Projektmanagement: Abschluss-T-Shirts
Klasse 10.1 Projektmanagement: „Letzter Schultag“ oder „Abschlussfeier

Das Methodenkonzept hat zum Ziel, die erarbeiteten Techniken in möglichst allen Fächern einfließen zu lassen. Fachlehrer setzen die erarbeiteten Methoden entsprechend den Hauscurricula und fächerübergreifend ein. Die Schülerinnen erfahren so die Wichtigkeit ihrer Kompetenzen im Fachunterricht, können sie einüben und verankern.

Daher ist eine Benotung des Bereichs „ALMA“ nach konventionellem Notensystem für uns nicht sinnvoll. Dennoch halten wir eine auch formale Rückmeldung an die Schülerin und ihre Eltern für notwendig. Am Ende jedes Schuljahres wird jeder Schülerin mit dem Versetzungszeugnis als Anlage ein Zertifikat ausgestellt, das einen Überblick über die erarbeiteten Kompetenzen und Kenntnisse gibt. Dieses Zertifikat wird wie das Zeugnis von den Eltern unterschrieben. In Förderempfehlungen soll explizit auf die Methoden und Arbeitstechniken Bezug genommen werden.  Einige Schülerinnen erhalten über die zweistündigen ALMA – Wochenstunden hinaus während  eines kurzen Zeitraums  weitere individuelle methodische Unterstützung im Coaching-Projekt“ des Nachmittagsbereichs.