Realschule

Die Realschule umfasst die Klassen 5 bis 10. An dieser Schulform der Sekundarstufe I werden praktische Fähigkeiten ebenso gefördert wie das Interesse an theoretischen Zusammenhängen.

Die Realschule führt ihre Schülerinnen und Schüler zum mittleren Schulabschluss, der Fachoberschulreife. Je nach Befähigung und Neigung können die Absolventen nach Abschluss der zehnten Klasse in eine berufliche Ausbildung oder in die Bildungsgänge der Sekundarstufe II an Berufskollegs, Gymnasien oder Gesamtschulen wechseln.

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bilden an der Realschule eine pädagogische Einheit. Deshalb gibt es zwischen diesen Jahrgangsstufen auch keine Versetzung, sondern lediglich einen Übergang. Die Erprobungsstufe dient dazu, Schülerinnen und Schüler an das Lernen und Arbeiten in der Sekundarstufe I heranzuführen und herauszufinden, ob die gewählte Schulform die für sie geeignete ist.

In Klasse 6 wird Unterricht in einer zweiten modernen Fremdsprache (meist Französisch) erteilt, ab Klasse 7 werden im Rahmen der Neigungsdifferenzierung die Fremdsprache weitergeführt oder mit dem Fach Sozialwissenschaften ein neuer Schwerpunkt gebildet.

In der Jahrgangsstufe 9 führen die Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum durch. Dieses Element der Berufswahlorientierung wird schon ab Klasse 8 durch eine Vielzahl schulischer und berufsorientierender Maßnahmen begleitet, die den Schülerinnen und Schülern individuelle Wege der schulischen und beruflichen Weiterentwicklung aufzeigen.

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 unterziehen sich die Schülerinnen und Schüler einer landesweiten einheitlichen Zentralen Prüfung (ZP10). Sie ist wesentlicher Bestandteil des Abschlussverfahrens und hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob die Schülerinnen oder Schüler das Ziel des Bildungsgangs erreichen.