Die gymnasiale Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe besteht aus drei Jahrgangsstufen: der Einführungsphase (üblicherweise mit EF abgekürzt), dem ersten und zweiten Jahr in der Qualifikationsphase (Q1 und Q2 abgekürzt). Jede Jahrgangsstufe wird von einem Lehrerteam betreut. Zu ihren Aufgaben gehört beispielsweise die Beratung bei der Fächerwahl.

In der Einführungsphase lernen die Schülerinnen in den Unterrichtsfächern die fachwissenschaftlichen Inhalte und Methoden kennen, die sie in den beiden Jahren der Qualifikationsphase vertiefen werden. Die Fächer werden im Kurssystem unterrichtet, sodass der bis zum Ende der Jahrgangsstufe neun bekannte Klassenverband aufgebrochen wird. Um jedoch den Übergang in die Oberstufe zu erleichtern, sind die Schülerinnen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch üblicherweise so in Kurse eingeteilt wie sie vorher in den Klassen a,b und c waren. Diese Vorgehensweise der Durchmischung hat den Vorteil, dass die Schülerinnen weiterhin bekannte Mitschülerinnen und Freundinnen in den Hauptfächern treffen, sodass sie sich mit ihnen in vertrauter Weise austauschen können, während sie in den übrigen Fächern viele neue Mitschülerinnen kennen lernen werden.

Am Ende der Einführungsphase werden die Schülerinnen die Fächer und die Leistungskurse für die Qualifikationsphase wählen. Hierzu gibt es Informationsveranstaltungen und die Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer werden helfend zur Seite stehen.

Ebenfalls am Ende der Einführungsphase werden die Schülerinnen ein zweiwöchiges Praktikum absolvieren, das Teil der Berufsorientierung ist. Dieses Praktikum soll vertiefte Einblicke in Unternehmen und Berufsfelder ermöglichen und der Findung des passenden Berufs zuträglich sein.

In der Qualifikationsphase werden üblicherweise die Halbjahre gezählt, um sich zu orientieren und etwas weniger die vollen Jahre, besonders deshalb, weil die Qualifikationsphase 2 aufgrund der Abiturprüfungen nicht die volle Länge eines Schuljahres hat. Daher ist die Orientierung nach Halbjahren oft sinnvoller.

In der Qualifikationsphase ist die schulische Arbeit durch die wissenschaftspropädeutische Arbeit in den Grund- und Leistungskursen der Fächer gekennzeichnet. Die Leistungskurse haben dabei zum Ziel die vertiefte Einarbeitung in fachliche Inhalte und Methoden zu unterstützen. Die Grundkurse sollen dem allgemeinbildenden Ziel des Gymnasiums gerecht werden und entsprechend ihrer Unterrichtszeit und Ausrichtung Wissen und Kompetenzen vermitteln.

Die Schülerinnen sammeln in den vier Halbjahren der Qualifikationsphase die Punkte, die für die Zulassung zum Abitur notwendig sind. Bei Fragen zur Kurswahl und zur Mündlichkeit und Schriftlichkeit von Kursen stehen auch hier die Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer helfend zur Seite.